St. Peter und Paul Pfarrei St. Peter und Paul und Mariä Himmelfahrt Großostheim Die dreischiffige Basilika am Großostheimer Marktplatz ist den Aposteln Petrus und Paulus geweiht. Schon im Jahre 828 soll an gleicher Stelle ein Vorgängerbau gestanden haben, von dem heute aber nichts mehr erhalten ist. Die heutige Kirche wurde von 1250-70 einschiffig als Wehrkirche erbaut. Chor und Turm stammen noch aus dieser Zeit. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche dreischiffig erweitert und die Sakristei angebaut. Ende des 18. Jahrhunderts erhielt die komplette Kirche eine barocke Ausstattung. Durch die Baugeschichte enthält St. Peter und Paul im Außenbereich und im Innenraum verschiedene Stilelemente aus der Romanik, dem Barock, der Früh- und Spätgotik. Im Innenraum dominiert das barocke Deckengemälde des Aschaffenburger Malers Jakob Conrad Bechtold (1771), welches unter anderem die Kreuzigung Petri und die Enthauptung des Paulus darstellt. Das Fresko wurde 1909 von dem Aschaffenburger Adalbert Hock übermalt, von welchem auch das Fresko Himmelfahrt Mariens über dem Triumphbogen des Chorraums stammt. Die bedeutendste Skulptur der Kirche ist eine Gruppe aus Lindenholz im nördlichen Seitenschiff, welche die „;Beweinung Christi“ zeigt und deren Entstehung aufgrund einer Urkunde in den Zeitraum 1509-1515 datiert werden kann. Im Jahre 1956 schrieb sie der Kunsthistoriker und Pfarrer Walter Hotz auf der Basis stilistischer Vergleichsanalysen Tilmann Riemenschneider zu.