Pfarrei St. Peter und Paul und Mariä Himmelfahrt Großostheim Drippelskapelle St. Eligius Ecke Breite Straße/Grabenstraße 1517 erbaut, 2002 restauriert „Drippelskerchelche“ nennen es die Großostheimer liebevoll: Die Kapelle St. Eligius stammt aus der Zeit der Spätgotik um 1500 und wurde von einem ortsansässigen Schmied namens Peter Drippel gestiftet. Eine Inschrift über dem Fenster der Südeseite belegt dies: „petter drippel 1517“ ist heute noch zu entziffern. Aber es finden sich noch mehr Hinweise auf den edlen und wahrscheinlich auch recht wohlhabenden Spender: Im Bogenscheitel der westlichen Tür sind Werkzeuge eines Hufschmieds dargestellt. Über der südlichen Tür findet sich eine Tartsche mit Hufeisen. Die fünfköpfige Familie des Sitfters ist auf dem Altarbild unter Spruchbändern verewigt. Darüber hinaus ist die Kapelle dem Heiligen Eligius, dem Schutzpatron des Schmiedehandwerk, geweiht. Nachdem 1961 ein Brand das halbe Gebäude zerstört hatte, begann man mit der Restaurierung und brachte im Zuge dessen auch das Kleinod des Kirchleins in Sicherheit: Der zweiflüglige Altar mit kunstvollen Schnitzarbeiten steht seitdem im Bachgaumuseum.